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Oskar dreht
sich um – und erstarrte.
Dann wisperte er ungläubig (und gar nicht so besonders leise):
“Theodor W. Adorno?“
Denn niemand anderes als der einst berühmte Philosoph und
Musiktheoretiker aus Frankfurt am Main schien da vor ihm zu stehen –
beziehungsweise hinter ihm, in der Warteschlange bei Starbucks an der
Zürcher Bahnhofstrasse: ein kleiner, dicklicher Herr mit wulstigem
Nacken, grossen Ohren und runder Glatze, der eine ebenso rundliche
Brille trug, hinter deren blau getönten und ziemlich undurchsichtigen
Gläsern die feucht-dunklen, schwach bewimperten und etwas geröteten
Augen schimmerten, von denen das eine ein bisschen tiefer stand …
Selbstverständlich war es vollkommen unmöglich, dass es sich tatsächlich
um Herrn Adorno handlete, denn dieser war seit vierzig Jahren tot. |
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„Schtt!“,
machte die Gestalt und vollführte eine beschwichtigende Geste mit der
dicklichen, plumpfingrigen Hand. „Ich bin es.“
„Sie?“
„Ja, ich. Sie haben recht: Das ist eine uralte Aufmachung. Die Brille
ist auch schon ganz klapprig. Aber der Vorteil ist: Niemand erkennt
mich. Ich bin längst aus der Mode. Adorno
ist aus der Mode, meine ich. Jedenfalls mal sicher auf der Zürcher
Bahnhofstrasse.“
Und der Teufel liess ein gieksendes Kichern hören, wobei er seine
kleinen, scharfen und spitzen Zähnchen entlösste. In der rechten Hand
hielt er einen ziemlich albernen, mit eiserner Spitze versehenen
Spazierstock, welchen er schräg gegen den Boden stemmte und auf dessen
Krücke er, bei gekreuzten Füssen, die Hüfte lehnte.
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